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Arkadij Awertschenko

Awertschenko - mit seinem vollen Vornamen Arkadij Timofejewitsch - wurde am 6. März 1884 in Sebatopol geboren. Von seinem Vater schon früh in die kaufmännische Lehre gegeben, verließ der 16jährige seine Heimatstadt, siedelte nach Charkow über und gab dort das humoritische Blatt "Das Bajonett" heraus, dessen Erscheinen aber bereits nach der dritten Nummer vom Generalgouverneur verboten wurde. Awertschenko - Redakteur, Herausgeber, Schriftsteller und Austräger des Blättchens in Personalunion - zog die Ausweisung einer Geldstrafe von 500 Rubeln vor und wandte sich nach Petersburg. Schon vorher hatte er vergeblich versucht, seine kleinen grotesken Geschichten - wie sie vor ihm schon Anton Tschechow und nach ihm Michael Sostschenko verfassten - bei Zeitschriften in moskau und Petersburg unterzubringen. Da dies nicht klappte, weil seine knappe, an manche amerikanische Shortstories erinnernde Schreibweise bei den Feuilletonredakteuren keinen Anklang fand, gründete er mit 22 Jahren in Petersburg seine zweite Zeitschrift "Satyrikon" (1906-1917), die durch die Heranziehung bedeutender Zeichner wie Dobuschinskij und Bilibin und die temporäre Mitwirkung berühmter Dichter wie Majakowski (in den letzten Jahrgängen) in Russland eine ähnliche gesellschaftskritische Stellung einnahm wie der "Simplizissimus" in Deutschland. Awertschenkos Kurzgeschichten karikierten die Trivialität seiner Zeitgenossen und glänzten durch verblüffende, situationskomische Einfälle, witzige Dialoge und überrschende Pointen. Mit seiner Flucht nach der Oktober-Revolution 1917 teilte er das Schicksal der meisten russischen Intellektuellen seiner Generation. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Leidgenossen glückte es ihm, sich auch im Ausland durchzusetzen: seine Bücher erschienen auf Russisch in Berlin und Paris und wurden zuerst ins Deutsche, später in viele andere Sprachen übertragen. - In Russland indessen bezeichnete Lenin die Erzählungen aus Awertschenkos Emigrantenzeit als "Verleumdungen eines bis zum Wahnsinn erbitterten Weißgardisten" (Große Sowjet-Enzyklopädie 1950). Awertschenko starb nach einer schweren Erkrankung am 12. März 1925 im Exil in Prag.


Theaterstücke im Verlag:
(Hans Pero)


."Affäre Kasanzew" *
Aus dem Russischen von Theo Braun
und Maurice Hirschmann
4 D, 7 H


."Grotesken und Einakter I" *
Aus dem Russischen von Theo Braun,
Maurice Hirschmann u. Peter Lotschak


."Grotesken und Einakter II" *
Aus dem Russischen vonTheo Braun,
Maurice Hirschmann u. Peter Lotschak


."Grotesken und Einakter III" *
Aus dem Russischen von Theo Braun,
Maurice Hirschmann u. Peter Lotschak


."Grotesken" * - 1.Band
Aus dem Russischen von T. Braun -
M. Hirschmann - P. Lotschak


."Grotesken" * - 2. Band
Aus dem Russischen von T. Braun -
M. Hirschmann - P. Lotschak


."Grotesken" * - 3. Band
Aus dem Russischen von T. Braun -
M. Hirschmann - P. Lotschak









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---- DB CHECK ---- ---- ---- ---- ---- ----
Nachname Awertschenko
Vorname Arkadij
Pseudonym
URL part arkadij-awertschenko
Biografie Awertschenko - mit seinem vollen Vornamen Arkadij Timofejewitsch - wurde am 6. März 1884 in Sebatopol geboren. Von seinem Vater schon früh in die kaufmännische Lehre gegeben, verließ der 16jährige seine Heimatstadt, siedelte nach Charkow über und gab dort das humoritische Blatt "Das Bajonett" heraus, dessen Erscheinen aber bereits nach der dritten Nummer vom Generalgouverneur verboten wurde. Awertschenko - Redakteur, Herausgeber, Schriftsteller und Austräger des Blättchens in Personalunion - zog die Ausweisung einer Geldstrafe von 500 Rubeln vor und wandte sich nach Petersburg. Schon vorher hatte er vergeblich versucht, seine kleinen grotesken Geschichten - wie sie vor ihm schon Anton Tschechow und nach ihm Michael Sostschenko verfassten - bei Zeitschriften in moskau und Petersburg unterzubringen. Da dies nicht klappte, weil seine knappe, an manche amerikanische Shortstories erinnernde Schreibweise bei den Feuilletonredakteuren keinen Anklang fand, gründete er mit 22 Jahren in Petersburg seine zweite Zeitschrift "Satyrikon" (1906-1917), die durch die Heranziehung bedeutender Zeichner wie Dobuschinskij und Bilibin und die temporäre Mitwirkung berühmter Dichter wie Majakowski (in den letzten Jahrgängen) in Russland eine ähnliche gesellschaftskritische Stellung einnahm wie der "Simplizissimus" in Deutschland. Awertschenkos Kurzgeschichten karikierten die Trivialität seiner Zeitgenossen und glänzten durch verblüffende, situationskomische Einfälle, witzige Dialoge und überrschende Pointen. Mit seiner Flucht nach der Oktober-Revolution 1917 teilte er das Schicksal der meisten russischen Intellektuellen seiner Generation. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Leidgenossen glückte es ihm, sich auch im Ausland durchzusetzen: seine Bücher erschienen auf Russisch in Berlin und Paris und wurden zuerst ins Deutsche, später in viele andere Sprachen übertragen. - In Russland indessen bezeichnete Lenin die Erzählungen aus Awertschenkos Emigrantenzeit als "Verleumdungen eines bis zum Wahnsinn erbitterten Weißgardisten" (Große Sowjet-Enzyklopädie 1950). Awertschenko starb nach einer schweren Erkrankung am 12. März 1925 im Exil in Prag. <br><br><br>Theaterstücke im Verlag:<br>(Hans Pero)<br><br><br>."Affäre Kasanzew" *<br>Aus dem Russischen von Theo Braun <br>und Maurice Hirschmann<br>4 D, 7 H<br><br><br>."Grotesken und Einakter I" *<br>Aus dem Russischen von Theo Braun, <br>Maurice Hirschmann u. Peter Lotschak <br><br><br>."Grotesken und Einakter II" *<br>Aus dem Russischen vonTheo Braun, <br>Maurice Hirschmann u. Peter Lotschak<br><br><br>."Grotesken und Einakter III" *<br>Aus dem Russischen von Theo Braun, <br>Maurice Hirschmann u. Peter Lotschak<br><br><br>."Grotesken" * - 1.Band<br>Aus dem Russischen von T. Braun - <br>M. Hirschmann - P. Lotschak<br><br><br>."Grotesken" * - 2. Band<br>Aus dem Russischen von T. Braun - <br>M. Hirschmann - P. Lotschak<br><br><br>."Grotesken" * - 3. Band<br>Aus dem Russischen von T. Braun - <br>M. Hirschmann - P. Lotschak<br><br><br><br><br><br><br><br><br><br>
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