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Memory (Morgen war gestern)


Christopher Kloeble

Schauspiel


2 D | 1 H

Ein Mann steht am Fenster, er will springen. Eine ihm anscheinend unbekannte Frau verwickelt ihn in ein Gespräch, kann ihn abhalten. Wer ist diese Katharina, die ihn anscheinend intim kennt, wie kommt sie in die Wohnung? Ist sie eine Fremde, die sich einfach in das Leben des Mannes einmischt?

Andererseits weiß sie erstaunlich viel von ihm, sie kennt den Leberfleck auf seinem Oberarm, der die Form hat wie ein Kontinent, sie kennt seine Gewohnheiten. Mal als aufdringliche Liebhaberin, mal als Retterin vor dem Selbstmord und schließlich als Verzweifelte, versucht sie, Nähe zu Max zu finden. Wer ist man, wenn sich die Nächsten nicht mehr an einen erinnern?


Einzig an seine Mutter erinnert sich Max. Doch dieses Mutter-Sohn-Verhältnis hat keine Zukunft. Denn Anni wird bald sterben und arbeitet eine Liste der letzten Dinge ab, auf der eine Annäherung an den Sohn nicht vorkommt. Wer ist man, wenn man sich nicht mehr darum kümmert, was Andere von einem denken? Und am Ende spielt sie absichtlich mit einem Streichholz in einer von Gas geschwängerten Wohnung.


Drei Personen auf der Suche nach ihrer Identität. In MEMORY sucht jeder die Liebe dort, wo er sie nicht findet, Erinnerungen trügen, und der Tod schwebt über allem – als erpresserische Drohung, aber auch als Freiheit. Kloeble hat damit sein zweites bemerkenswertes Theaterstück im Drei Masken Verlag vorgelegt. Bestechend klar in der Dialogführung mit einer verblüffenden Handlungsstruktur (anknüpfend an ein Memory Spiel) und drei vielschichtig ausformulierten Personen.

Staatstheater Nürnberg, Szenische Lesung im Rahmen von "Stücketesten", 07. Juli 2007

Teilnahme an den Werkstatttagen im Burgtheater Wien, Oktober 2006

UA frei!

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Relation zum Titel Memory (Morgen war gestern)
URL part memory-morgen-war-gestern
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 2
Herren 1
Ergaenzung
Anmerkungen <p>Staatstheater Nürnberg, Szenische Lesung im Rahmen von &quot;Stücketesten&quot;, 07. Juli 2007 </p><p>Teilnahme an den Werkstatttagen im Burgtheater Wien, Oktober 2006</p><p>UA frei!</p>
Einleitung Ein Mann steht am Fenster, er will springen. Eine ihm anscheinend unbekannte Frau verwickelt ihn in ein Gespräch, kann ihn abhalten. Wer ist diese Katharina, die ihn anscheinend intim kennt, wie kommt sie in die Wohnung? Ist sie eine Fremde, die sich einfach in das Leben des Mannes einmischt?
Haupttext Andererseits weiß sie erstaunlich viel von ihm, sie kennt den Leberfleck auf seinem Oberarm, der die Form hat wie ein Kontinent, sie kennt seine Gewohnheiten. Mal als aufdringliche Liebhaberin, mal als Retterin vor dem Selbstmord und schließlich als Verzweifelte, versucht sie, Nähe zu Max zu finden. Wer ist man, wenn sich die Nächsten nicht mehr an einen erinnern? <br />Einzig an seine Mutter erinnert sich Max. Doch dieses Mutter-Sohn-Verhältnis hat keine Zukunft. Denn Anni wird bald sterben und arbeitet eine Liste der letzten Dinge ab, auf der eine Annäherung an den Sohn nicht vorkommt. Wer ist man, wenn man sich nicht mehr darum kümmert, was Andere von einem denken? Und am Ende spielt sie absichtlich mit einem Streichholz in einer von Gas geschwängerten Wohnung. <br />Drei Personen auf der Suche nach ihrer Identität. In MEMORY sucht jeder die Liebe dort, wo er sie nicht findet, Erinnerungen trügen, und der Tod schwebt über allem – als erpresserische Drohung, aber auch als Freiheit. Kloeble hat damit sein zweites bemerkenswertes Theaterstück im Drei Masken Verlag vorgelegt. Bestechend klar in der Dialogführung mit einer verblüffenden Handlungsstruktur (anknüpfend an ein Memory Spiel) und drei vielschichtig ausformulierten Personen.
Bild fileadmin/3m_media/autoren/Kloeble_Seith_2010.jpg
Bildunterschrift Christopher Kloeble © Seith
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Alphabetischer Titel Memory (Morgen war gestern)
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